Startseite  |  Kontakt  |  Impressum

Mystic Musings

ganz herzliche Grüße aus dem Norden

was für ein Segen, der Monat Juli liegt hinter uns. Wenn ich ihm einen Namen geben würde, dann diesen…

~ Entsündige mich, dass ich rein werde, wasche mich, das ich weiß werde wie Schnee Psalm 51,9 ~

Die Aktivierung zur Sommersonnenwende verwandelte sich ein paar Tage später in ein schmerzhaftes Aufbrechen unseres Kokons, puh! und damit, wie sollte es anders sein, eine abschließende Reinigung und vor allem, noch einmal eindringliche Bewusstwerdung unserer tiefsten Wurzelthemen und Ängste. Auch wenn die Aktivierung Ende Juni uns zum Fliegen animieren wollte, reagierte der Schmerzkörper des Egos, der sich so an die verfluchte, aber dennoch vertraute Enge des Kokons gewöhnt hat, mit Widerstand. Der August verspricht viel mehr Leichtigkeit, Aufschwung und Magie, aber wir wissen es wie immer erst genau, wenn er hinter uns liegt.

Wer die edlen Perlen finden will, muss tief tauchen

Viele von uns mussten wieder einmal feststellen das der Schatz aus Gold, in der Dunkelheit der tiefsten Tiefsee unserer trüben Gewässer verborgen liegt. Wer diesen Schatz für sich erobern möchte, muss graben, graben, graben und sich seinen selbsterschaffenen Monstern in dieser Tiefe stellen. Wir sind bisher immer wieder viele kleine und große Tode gestorben, aber der Tod im Juli war der Tod aller Tode, begleitet von einem Gefühl menschlicher Verzweiflung und Überforderung. Dieser große, für andere auch nur kleine Tod, der uns aus alten Lebensgewohnheiten, oder auch vollständig aus dem alten Leben entbunden hat,  kann sich in allen Bereichen unserer Existenz gezeigt haben, je nachdem was für  Themen und Lernaufgaben wir mitgebracht haben.

Vielleicht habt ihr dieses endgültige Sterben im Bereich der Beziehungen, die dringend nach Auflösung  oder Klärung verlangen erfahren. Andere wiederum hatten mit echten Überlebens und Existenzängsten zu tun. Auch Angst vor der eigenen Wahrheit und den damit einhergehenden Verantwortlichkeiten und Aufgaben standen ganz oben auf der Liste. Angst vor dem Tod, Angst vor Krankheit, Kontrollverlust, Einsamkeit, soziale Ängste usw. Alles das, was unsere Persönlichkeit sich in ihrer Begrenzung als Dramaturgie kreiert hat, wollte aufsteigen, erlöst und bereinigt werden.

Erinnert Euch, immer wenn Dunkelheit aus den Tiefen unseres Seins emporsteigt, resultiert es einzig und allein aus der herabsteigenden Gnade des göttlichen Lichtes und deshalb gibt es niemals wirklich etwas zu befürchten, es fühlt sich nur scheußlich an. Es ist ein jungfräuliches reinwaschen, ein himmlischer Segen wenn wir es zulassen können. In diesen dunklen Stunden sind wir immer eingehüllt in das weiße reine Licht, auch wenn wir es nicht wahrnehmen. Wir kehren zurück zur Unschuld, zu unserem wahren Wesen das da ist …Liebe, Licht und ewige Freude. Warum zuvor dieser Tod und die vollständige Ablösung des Alten so von Bedeutung ist, wurde mir sehr deutlich in einem biblischen Gleichnis gezeigt.

Zu Beginn des Löwentors am 8.8.8, eröffnete sich mir im Inneren ein Initiationstor. Es war eine Einweihung  in einem Sarkophag. Mir wurde klar, warum Isis und die Pyramiden sich in diesem Zeitraum zeigten. Isis überbrachte mir eine kurze, klare Botschaft. „ Nutze deine Kraft mit Liebe, lass Angst gehen“. Es ist tatsächlich so, viele von uns haben Angst vor der eigenen Kraft, vor dem inneren Licht und der eigenen Wahrheit, nicht vor der Finsternis, die ist uns inzwischen sehr vertraut geworden. Diese Einweihung zwang mich noch einmal ganz in meine Abgründe zu tauchen. Es war wirklich düster, so dass ich Mühe hatte mich aus dieser Schwärze wieder zu erheben.

Trotz noch anhaltender innerer Lähmung und viel Regen, entschloss ich mich zwei Tage später zu einem Spaziergang um ein paar Kirschen zu pflücken. Wenn etwas auf mich heilsam wirkt, dann ist es die Natur. Als ich die Wiese mit dem Kirschbaum erreichte, schien plötzlich die Sonne. Nachdem mein Säckchen voller Kirschen war, wollte ich langsam wieder umkehren, spürte aber, dass mein Blick auf einen Apfelbaum gelenkt wurde (biblisches Symbol).

Apfelbaum

Ich folgte einfach meiner inneren Führung und sah gleich hinter dem Apfelbaum zwei Rehe im Gras liegen. Rehe symbolisieren Unschuld und Reinheit. Diese sonst so scheuen Tiere blieben einfach dort liegen, es fühlte sich sehr vertraut an, ursprünglich und wahr. Diese Art der Nähe und Berührung mit scheuen Tieren ist eigentlich etwas ganz natürliches. Sobald wir selbst frei von Angst sind, mit allem eins sind, werden wir mit wilden Tieren leben wie mit Menschen, ja sogar noch friedlicher. Die Tiere spiegeln uns nur unser Inneres. Sie sind große Lehrer wenn wir ihre Zeichen verstehen.

Rehe

Ich lies mich weiter führen und kam an ein anderes Feld mit vielen Schmetterlingen vorbei. Am Ende des Feldes sah ich wieder zwei Rehe. Ich ging auf die Rehe zu und das Weibchen verschwand im Weizenfeld, das andere nicht, es war ein wunderschöner Rehbock. Ich setzte mich einige Meter von ihm entfernt unter einen Baum. Ich blieb dort mit ihm 30 Minuten sitzen und wir sahen uns an, so als würden wir nie etwas anderes tun. Erst als ich mich erhob, verließ auch der Rehbock die Wiese und verschwand leise im Weizenfeld.

Rehbock

Ich spürte intuitiv die tiefe Bedeutung von allem und erkannte darin eine Botschaft von Jesus aus dem Johannes Evangelium die ich mit Euch teilen soll.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“

Das Weizenkorn sind wir. Wir müssen unser altes Leben hinter uns lassen für einen fruchtbaren Neubeginn. Solange das Alte nicht vollständig abgelöst ist, bedeutet es Stillstand. Der Tod ist nicht das Ende, er ist ein neuer Anfang. Wir erleben gerade beides, Tod und Auferstehung. Ohne den Tod, kann es keine Auferstehung geben. Diese Fruchtbarkeit und Auferstehungskraft wurde mir gezeigt durch die vielen Hasen und Kaninchen die in den letzten Tagen auch auf sehr  vertraute und scheulose Weise meinen Weg kreuzten. Auch Isis ist die Göttin der Fruchtbarkeit. Viele Kulturepochen verschmelzen gerade miteinander.

Kaninchen

Die Maskuline Kraft kehrt zurück

Der Rehbock kündet ebenso von der Rückkehr der maskulinen Kraft die uns jetzt wieder in seiner Ursprünglichkeit und Reinheit zur Verfügung steht. Haben wir die ganzen langen Jahre uns der weiblichen Seite zugewendet, ihre Gotteskraft auf Erden verankert, unsere verletzte Weiblichkeit in der Hingabe geheilt (auch die Herren der Schöpfung), kehrt jetzt die maskuline Kraft zurück. Der Rehbock strahlte eine tiefe Ruhe, Furchtlosigkeit, Standfestigkeit und Güte aus. Diese Aspekte stehen uns wieder zur Verfügung.

In dieser Ausgewogenheit der Gegensätze, können wir unsere innere Weisheit angstfrei fließen lassen und eine machtvolle, stille Präsenz von Bewusstheit zur Entfaltung bringen, in einer Welt der Unbewusstheit und Begrenzung. Wir sind nicht frei wenn wir Strukturen, Menschen und Orte meiden, die wir am liebsten meiden würden, wir sind frei, wenn wir uns tief in sie hineinbegeben und von ihnen unberührt bleiben.

Das ist unsere nächste Herausforderung, die materielle Welt um uns herum zu vergeistigen mit reinem Bewusstseinslicht. Wir können die Umstände, die Gesetzmäßigkeiten in denen wir leben oft nicht ändern, aber wir können unser Bewusstsein erheben und das ist es, was uns diese neue Zeitqualität bietet, nämlich unser Bewusstsein auszudehnen über alle Begrenzungen der Welt. Alles Neue braucht dennoch seine Zeit zur Entfaltung. Wenn ihr neue Projekte plant, dann ist es gut nichts zu überstürzen, ein Schritt nach dem anderen. Ich auf jeden Fall brauche diese Zeit und bin dankbar für den Raum und die Stille die mir gewährt wird.

Kommt gut durch diese intensive Zeit und erinnern wir uns immer wieder, da wo Liebe ist, kann Angst nicht existieren!

Iris

Zurück